Jürg Matt

Wohnort:

Olsberg im Baselland und in seinem Ferienhaus in der Toscana in Italien.

 

 

Mein Hobby

 

Anlässlich der Bootsfahrt vom 28.6. 2017 bzw. kurz danach teilte ich Willi mit, dass ich einen Beitrag zur Homepage der Pensionierten leiste mit einem meiner Hobbys.

 

Vermutlich meinen sehr viele es müsste eigentlich der Naturschutz sein. In der Tat begleitet mich der aktive Naturschutz seit über 50 Jahren. Einige werden sich bestimmt noch an das Werk Kaisten von früher und die Natur im Werk erinnern. Ich hatte diesbezüglich immer grosse Unterstützung seitens der Werkleitung aber vor allem auch von Robi Winter und Walti Hug. Sie waren die treibenden Kräfte vor meiner Zeit. Unvergessen bleibt diesbezüglich die 1. Zertifizierung der Stiftung Natur & Wirtschaft, sowie der Tag der Artenvielfalt. Durchgeführt wurde der Anlass durch die naturforschende Gesellschaft Basel. Das war im Hitzejahr 2003. Der Anlass wurde gut dokumentiert und gefilmt von Manfred Riedle.

2004 ging ich auf eigenen Wunsch in Pension.

 

Aber nun zu dem Hobby, welches mich in jüngster Zeit noch mehr beschäftigt «das Theater», vielmehr die Regie. Auch da gibt es sicher Erinnerungen an das Stück «Himmelspforte 25», welches von Kolleginnen und Kollegen vom Werk im Circus Nock - Zelt, anlässlich des Jubiläums, aufgeführt wurde.

 

Aber angefangen hat alles vor über 30 Jahren mit der Regie in Zeiningen, später Magden und jetzt in Arisdorf. Am jüngsten Beispiel und mit dem «Besuch der alten Dame» von F. Dürrenmatt will ich das Hobby dem Leser etwas näher bringen. Die Derniere fand am Samstag, 24. Juni statt – ist also noch ganz frisch.

Alle 11 Aufführungen waren ausverkauft und ca. 1500 Besucher erlebten den Klassiker. Es gibt weltweit wohl kein Land, in welchem das Stück, welches 1956 in Zürich uraufgeführt nicht gespielt wurde und immer wieder aufgeführt wird.

 

So Ende der 70 er Jahre kam der Wunsch auf, ein Theater zu schreiben. Das machte ich dann auch, später folgte ein zweites. Doch das allein machte mich noch nicht so richtig glücklich. Erst mit der Möglichkeit in die Regie einzusteigen fand ich, was ich suchte. Ich wollte vermehrt mit Menschen zusammen arbeiten – und das auch in der Freizeit. Das war dann schliesslich die Geburtsstunde meiner Regietätigkeit. Natürlich besuchte ich diesbezüglich auch auch Kurse in der Theaterschule Grenchen.

Aus Textvorlagen und mit Menschen, Frauen wie Männer ein Stück lebendig zu machen und zu gestalten wurde zur Passion.

 

Was braucht es dazu?

Vor allem viel Geduld, man muss Menschen gern haben und sie auch führen können. Dazu kommt ein grosser Zeitaufwand und alles nach dem Feierabend. Ich nehme das jüngste Beispiel: Es ist wichtig, dass man das Ziel immer vor Augen hat. Absprachen sind unerlässlich.

Das Stück erforderte ca. 60 Proben zweimal pro Woche, jeweils min. zwei Stunden.

Dazu kommen zwei Wochenendproben.

Mit dem Bühnenbauteam wird das Bühnenbild besprochen und erstellt. Start im November bis Ende Mai.

++  Requisiten müssen zusammengetragen werden

++  Kostüme organisieren

++  Die Werbeunterlagen müssen erstellt werden

++  es geht nichts ohne die Licht/Ton-Technik

++ usw.

Mit den nun folgenden Bildern versuche ich das etwas zu dokumentieren. Dabei könnt ihr etwa den Umfang der Arbeit abschätzen.

 

 

Ich mache immer ein Modell, daraus entsteht ein fachmännischer Plan des Bau-Chefs. 

Danach folgt der Aufbau Schritt für Schritt

 

 

 

Die ersten Proben, z.T. bei eisiger Kälte, die Maschinen und das Baumaterial sind noch im Zuschauerraum.

Jedes Dach der Stadt «Güllen» hatte eigene Ziegel, aus Holz gefertigt. Im Hintergrund das Tännchen, welches anzeigte, dass bald Aufrichte gefeiert wurde. Dies geschah dann auch bei einem feinen Fondue auf der Bühne.

 

 

Wochenendproben, erstmals mit den Jugendlichen

Seit 2003 ist der Verein «Theatermühle Arisdorf» in diesem Bauernhaus – ein Glücksfall 

 

 

 

Die ersten Gäste. Bei allen Aufführungen konnte die Aussenanlage genutzt werden.

Die Theatergruppe 2017. Total waren weit über 50 Leute im Einsatz, vor und hinter den Kulissen.

 

 

 

Kleiner Nachtrag: Im November 2017 gelangen in der Kult-Schüre in Laufenburg zwei Theaterstücke zur Aufführung, bei welchen ich Regie führe. Vielleicht sehen wir uns da?